Religion


Im grunde eine schöne Ansage, die da auf britischen Bussen umhergefahren wird. Möglicherweise sogar eine der besten öffentlichen Kampagnen die ich seit langem gesehen habe.

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott...

Now stop worrying and enjoy your life!

Über die Initiatoren und Unterstützer dieser Kampagne kann ich nicht viel sagen da mir diese mehr oder minder unbekannt sind. Es sollen in den nächsten Wochen Zitate von Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Douglas Adams ebenfalls die U-Bahnen verzieren.
Alles in allem eine sehr schöne Sache, die Ich mir auch für andere Regionen vorstellen könnte. Aber da würden die Busse wohl recht schnell in Flammen gesetzt, die Verteter der Kampagne geköpft und die Botschaft von Großbritianien belagert werden…

Die Rede von Ahmadinejad ist eine Aufforderung an die gesammte Welt den Weg für den Islam zu bereiten.

Ich war nicht schlecht überrascht als ich in den Nachrichten laß, dass der President des Iran, Mahmoud Ahmadinejad, auf Channel 4, einem britischen Sender, eine alternative Weihnachtsansprache halten durfte. Ich möchte mich nun an dieser Stelle nicht aufhalten mit Fragen, wer dieses Weihnachtsfest in der Arabischen Welt eine „alternative“ Sicht auf die Weltpolitik aus der westlichen Zivilisation gehalten hat. Wäre das nicht auch eine schöne Geste gewesen? Falls jemand dazu näheres weiß wäre ich für eine Information dankbar.

Nun, zu der alternativen Weihnachtsnachricht des antisemiten Ahmadinejad:

„…the followers of Abrahamic faiths, especially the followers of Jesus Christ…“

Er beginnt seine Rede mit einem Gruß an alle Abrahimitischen Religionen, besonders denjenigen die Jesus Christus folgen. Es kommen Geschichten aus 1000 und einer Nacht:

  • der Allmächtige kreirte das Universum
  • den Menschen
  • der Mensch wurde erschaffen um göttlich zu werden
  • Propheten wurden erwählt um die Menschheit zu führen

„All the problems that have bedevilled humanity throughout the ages“

Alle Probleme mit denen die moderne Welt heutzutage zu kämpfen hat, sind entstanden da nicht mehr ein (unhinterfragter) Religiöser Pfad aller Menschen als Weg gewählt wurde. An dieser Stelle wird selbstverständlich die Säkularisierung, als ein Problem dargestellt. Besonders problematisch sieht Ahmadinejad staatliche Führer die sich von Gott entfernt oder losgesagt haben:
„…the Almighty has been forgotten and some leaders are estranged from God.“

Nach einem eher ruhigen Ahmadinejad untypischen ersten Hälfte, folgte der bereits erwartete aggresivere Teil seiner Weihnachtsrede.
Wäre Jesus Christus heute noch am Leben würde er vor allem gegen das „global economic“ und „political“ System kämpfen, gegen Kriegstreiber, Besatzer und Terroristen. Wer diese in seinen Augen sind sagt er jedoch an dieser Stelle nicht.

Im vorletzten Absatz kommt er dann zu dem Ergebniss das ein Vertreter des Islam die Welt zu Liebe, Bruderschaft und Gerechtigkeit führen wird. Es sei die Aufgabe aller Gläubigen Christen und Abrahamitischer Glaubensrichtungen den Weg in dieses Zeitalter zu bereiten.

„We believe, Jesus Christ will return, together with one of the children of the revered Messenger of Islam and will lead the world to love, brotherhood and justice. The responsibility of all followers of Christ and Abrahamic faiths is to prepare the way for the fulfilment of this divine promise and the arrival of that joyful, shining and wonderful age.“

Für mich persönlich interessant ist der offizielle Schulterschluß mit dem Christentum. Möglicherweise habe ich diesen bei den bisherigen Dokumentationen oder Berichterstattungen übersehen. Man möge mich auf die entsprechenden Seiten verweisen. Falls dem tatsächlich so ist bliebe natürlich für Spekulation Platz, ala: Sucht da jemand nach neuen Bündnispartnern?

Die komplette Ansprache kann nachgelesen und hier angesehen werden.